4 Angebote

4.1      BESTEHENDE REGELN:

Damit das Zusammenleben in der Gruppe gelingt, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden. Wir sehen unseren pädagogischen Auftrag darin, die Kinder zur Selbständigkeit und Autonomie zu erziehen (Festlegung der Regeln und Folgen: Gemeinsam mit den Kindern in der Kinderkonferenz). Wir besprechen mit den Kindern gemeinsam gültige Regeln und die Folgen, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden.

Es gibt verschiedene Regeln: Spielregeln, Regeln zur Sicherheit, Regeln für das Verhalten im Freien, Verhaltensregeln.

4.2      FREISPIEL

Das gemeinsame Spiel in unserer altersgemischten Gruppe stärkt die Kinder in ihrer Persönlichkeit. Sie überwinden Ängste und Hemmungen leichter, weil sie im Freispiel mit den anderen Kindern ihre Wünsche, Bedürfnisse und Interessen umsetzen lernen. Sie bestimmen Zeitpunkt, Spielmaterialien und Freunde. Wir ErzieherInnen helfen ihnen dabei, wenn wir darum gebeten werden.

So führen wir z. B. neue Spiele ein, helfen kontaktschwachen Kindern sich in der Spielgruppe einzugliedern, regen sie zu neuen Spielideen an, helfen ihnen Konflikte selbst zu lösen und unterstützen sie dabei. Wir fördern in dieser Zeit einzelne Kinder mit gezielten Angeboten (z. B. Farben lernen).

Dieser Zeitraum des Tages ist für unsere Arbeit besonders wichtig, da die Kinder dabei lernen, ihre Freizeit sinnvoll und selbständig zu gestalten.

Unsere Aufgabe ist es u. a. dabei die Kinder in ihrem Spielverhalten zu beobachten

(z. B. Beobachten des Sprechverhaltens, Beobachten von Rolle und Verhalten in der Spielgruppe, Beobachten der im Spiel sichtbar werdenden Fähigkeiten und eventuellen Auffälligkeiten und Defizite.)

4.3      Feste

In unserem Kindergarten werden regelmäßig die Feste des Kirchenjahres gefeiert. Dazu gehören z. B. Ostern, Weihnachten, Erntedank, St. Martin.

Außerdem findet in unregelmäßigen Abständen ein Opa-Oma-Nachmittag, Vater-Kind-Basteln, Mutter-Verwöhntag sowie eine Kinder-Faschingsfeier statt.

4.4      Geburtstag

Der Geburtstag ist ein wichtiger Tag im Leben den wir nicht vergessen wollen. Viele Geburtskinder bringen eine „Kleinigkeit“ für die Gruppe mit.

Falls es sich dabei um eine Brotzeit handelt, haben wir Pinwände angebracht, auf denen die Eltern die Möglichkeit haben, die Geburtstagsbrotzeit ihres Kindes anzukündigen.

An diesem Tag hat das Geburtstagskind eine besondere Stellung in der Gruppe. Die erkennt man unter anderem an der selbst gebastelten Geburtstagskrone und den Geburtstagskistenschlüssel den das Kind an diesem Tag um den Hals tragen darf. Dieser Schlüssel öffnet das Schloss der Geburtstagstruhe aus der sich das Geburtstagskind ein Geschenk herausnehmen darf. Die Geburtstage werden in einzelnen Gruppen mit einem Geburtstagskreis und viel Spaß gefeiert.

4.5      Gestaltung von Übergängen

4.5.1      Elternhaus-Kindergarten

Besucht ein Kind zum ersten Mal den Kindergarten, strömen viele neue Eindrücke auf das Kind ein:

Deshalb ist uns eine gute Gestaltung von Übergängen sehr wichtig.

Bereits die Krabbelgruppenkinder besuchen uns im Kiga um die Räume und uns Erzieher zu „erkunden“. Kommen dann die Eltern zum Aufnahmegespräch in die Einrichtung hat das Kind die Möglichkeit während dessen in seiner zukünftigen Gruppe zu schnuppern und sich im Kiga umzusehen. Jedes neu angemeldete Kind (egal welchen Alters) hat die Möglichkeit „Schnuppertage“ vor dem offiziellen Aufnahmetermin zu absolvieren, um den Kindergarten für einen kürzeren Zeitraum kennen zu lernen.

Ist dann das Kind neu im Kindergarten, widmet sich eine pädagogische Kraft besonders dem Neuling. Eltern haben unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Kinder an den Kindergarten zu gewöhnen. Hierbei bemühen wir uns, auf die individuellen Bedürfnisse der Eltern und der Kinder einzugehen.

Mit Hilfe von uns Betreuerinnen und Kindern lernt so das Kind, sich in dieser neuen Umgebung zu orientieren. Spielerisch erlernt es, selbständig Entscheidungen zu fällen (z.B. wo und mit wem spiele ich?) und die Entscheidungen anderer zu akzeptieren. Fähigkeiten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Kooperation werden den Kindern z.B. im Freispiel nahe gebracht.

Besonders hervorheben möchten wir, dass wir hier im Kindergarten Spatzennest auch Kinder ab zwei Jahre aufnehmen.

Wir sind überzeugt, dass der Übergang von der Familie in den Kindergarten leichter gelingt, wenn die Eltern das Vertrauen haben, das die Kinder hier gut aufgehoben sind.

4.5.2      Übergang Kindergarten – Schule

Von schulfähigen Kindern wird heute eine Menge erwartet. Wir sehen unsere Aufgabe darin, jedes einzelne Kind bewusst zu beobachten, um es ganzheitlich zu fördern.

Um von einem „schulreifen“ Kind sprechen zu können, sollte dieses in folgenden Bereichen „fit“ sein:

Im letzten Kindergartenjahr haben die „Vorschulkinder“ einen besonderen Stellenwert im Kindergarten. Sie sind jetzt die „Großen“ und haben einmal wöchentlich „Vorschule“. Außerdem besuchen sie mit uns zum Schnuppern an einem Vormittag ihre zukünftige Lehrerin in der Schule und nehmen am Unterricht teil. Zum Ende der Kindergartenzeit treffen wir uns zu einer Kindergartenübernachtung.